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Kabelrechner: Kabelquerschnitt für PV & Victron

Berechnen Sie den richtigen Kabelquerschnitt für Ihre Photovoltaik- oder Speicheranlage. Vier Modi decken alle typischen Anwendungsfälle ab: PV-Modulstrang, MPPT-Batterieleitung, Batterie-Inverter-Verbindung (Victron-spezifisch mit DC-Ripple-Berücksichtigung) und AC-Verteilung. Berechnung nach OVE E 8101 und DIN VDE 0298-4 / 0100-712. Mit Strombelastbarkeit, Spannungsabfall, Sicherungs-Empfehlung und Vergleichs-Tabelle. Kostenlos, ohne Anmeldung, mit Permalink und PDF-Export.

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Modul-Daten oder Strang-Strom unklar?

Der MPPT-Rechner prüft Ihre String-Konfiguration und liefert den genauen Strang-Strom (Isc × 1,25). Werte können Sie anschließend hier übernehmen.

MPPT-Rechner öffnen

Eingaben

Tool rechnet die doppelte Länge (Hin + Rück) automatisch.

Empfehlung

4 mm²

Kupfer (Standard)

Spannungsabfall0,65 %(2,49 V)
Verlustleistung24,9 W
Belastbarkeit37 A(27 %)
Sicherung12 A gPV
PV-Strang vom Modul zum MPPT-Laderegler. 1% Spannungsabfall ist Branchen-Standard. Solarkabel H1Z2Z2-K nach EN 50618 verwenden.

Querschnitt-Vergleich

QuerschnittSpannungsabfallVerlustleistungBelastbarkeitAuslastungStatus
1.5 mm² 1,75 %66,3 W20 A50 %zu klein
2.5 mm² 1,05 %39,8 W28 A36 %zu klein
4 mm² ✓0,65 %24,9 W37 A27 %optimal
6 mm² 0,44 %16,6 W47 A21 %optimal
10 mm² 0,26 %9,9 W64 A16 %überdim.
16 mm² 0,16 %6,2 W85 A12 %überdim.
25 mm² 0,10 %4,0 W112 A9 %überdim.
35 mm² 0,07 %2,8 W137 A7 %überdim.
50 mm² 0,05 %2,0 W171 A6 %überdim.
70 mm² 0,04 %1,4 W213 A5 %überdim.
95 mm² 0,03 %1,0 W254 A4 %überdim.
120 mm² 0,02 %0,8 W299 A3 %überdim.
150 mm² 0,02 %0,7 W340 A3 %überdim.
185 mm² 0,01 %0,5 W390 A3 %überdim.
240 mm² 0,01 %0,4 W459 A2 %überdim.
4 mm² (Spannungsabfall 0,65 %)

So funktioniert der Kabelquerschnitt-Rechner

Der Rechner prüft zwei Limits gleichzeitig: erstens den Spannungsabfall (für Wirtschaftlichkeit und Ertrag), zweitens die Strombelastbarkeit (für Sicherheit und Brandschutz). Der empfohlene Querschnitt ist der kleinste aus der Standard-Reihe (1,5–300 mm² nach IEC 60228), der BEIDE Limits einhält. Die Formel für den Spannungsabfall lautet ΔU = 2·I·L·ρ/A (DC und einphasig AC, Faktor 2 für Hin- und Rückweg) bzw. ΔU = √3·I·L·ρ/A (dreiphasig AC, nur einfache Länge).

Der spezifische Widerstand ρ ist temperaturabhängig: bei Kupfer 0,0178 Ω·mm²/m bei 20 °C, steigt mit etwa 0,4 %/K. Der Rechner korrigiert das automatisch. Die Strombelastbarkeits-Tabellen stammen aus DIN VDE 0298-4 (Deutschland), die analog zu OVE E 8101 (Österreich) und SIA 4002 (Schweiz) sind. Verlegeart-Korrekturen berücksichtigen: freie Luft (beste Kühlung), Mauerkanal (mittel), Schutzrohr (eingeschränkt), Erdkabel (gute Kühlung) und Steigleitung (Wärmestau).

Pro Modus gelten unterschiedliche Standard-Spannungsabfall-Grenzen: bei PV-Strängen 1 % (Branchenstandard, schützt Ertrag), bei MPPT-Batterie-Leitungen 2 % (relaxierter, weil kürzer), bei Batterie-Inverter-Verbindungen 0,5 % (sehr streng wegen DC-Ripple), bei AC-Verteilung 3 % (Standard nach VDE 0100-520). Bei Batterie-Inverter-Verbindungen mit Victron-Geräten gilt zusätzlich die Manual-Tabelle als primäre Quelle — siehe nächster Abschnitt.

Die vier Modi im Detail

Wählen Sie den passenden Modus über die Tabs oben. Jeder Modus hat sinnvolle Defaults für Temperatur, Spannungsabfall-Grenze und Verlegeart — die Sie aber jederzeit anpassen können.

Modus 1: PV-Strang zu MPPT/Wechselrichter

Vom Modulstrang auf dem Dach zum Solarladeregler oder String-Wechselrichter. Strom = Modul-Isc × 1,25 (Bemessungs-Faktor nach DIN VDE 0100-712). Standard-Spannungsabfall ≤ 1 %. Kabel: Solarkabel H1Z2Z2-K nach EN 50618, UV-beständig, 1500 V DC. Typische Querschnitte: 4–10 mm². Empfohlene Sicherung: gPV-Solar-Sicherung mit 1,5 × Isc.

Modus 2: MPPT-Laderegler zur Batterie

Vom MPPT-Ausgang zur Batterie-Bank. Strom = max. Ausgangsstrom des MPPTs (z.B. 100 A für SmartSolar 250/100). Spannung = 12, 24 oder 48 V (System-Nennspannung). Standard-Spannungsabfall ≤ 2 %. Kabel: H07RN-F oder H07V-K feindrähtig. Typische Querschnitte: 6–25 mm². Sicherung: gG am MPPT-Ausgang mit 1,25 × MPPT-Strom.

Modus 3: Batterie zu Inverter (Victron)

Vom Batterie-Bank zum Wechselrichter. Hier deckt der Rechner zwei Linien ab: einerseits Inverter-Charger (MultiPlus, MultiPlus II, Quattro, Quattro II, EasySolar II) mit ihrer DC-Ripple-spezifischen Manual-Tabelle, andererseits reine Inverter (Phoenix Smart, Phoenix VE.Direct) mit eigener Manual-Tabelle. Wechseln Sie zwischen beiden Linien über den Toggle "MultiPlus / Quattro" oder "Phoenix" oberhalb der Modell-Auswahl. Wenn das Modell in der jeweiligen Tabelle steht, kommen exakte Werte aus dem offiziellen Manual; sonst Fallback-Berechnung mit Peak-Faktor und 0,5 % Spannungsabfall. Typische Querschnitte: 6–120 mm² (je nach Inverter-Leistung und Linie). Sicherung: NH-Schmelzsicherung passend zum Modell.

Modus 4: Inverter zu AC-Verteilung

Vom AC-Out des Inverters zur Verteilung im Sicherungskasten. Einphasig (230 V) oder dreiphasig (400 V). Standard-Spannungsabfall ≤ 3 %. Kabel: NYM-J oder H07V-K nach OVE E 8101 / DIN VDE 0276. Typische Querschnitte: 2,5–16 mm². Sicherung: LS-Schalter Charakteristik C oder K, passend zur Verlegeart und Belastung.

Warum Victron-Inverter eine eigene Tabelle brauchen

Wechselrichter wie der MultiPlus oder Quattro ziehen ihren DC-Strom nicht konstant aus der Batterie. Der Strom folgt der AC-Sinuskurve und schwingt mit doppelter Netzfrequenz (100 Hz bei 50-Hz-Netz). Diese Pulsation wird als DC-Ripple bezeichnet. Wenn die DC-Leitung einen zu hohen Innenwiderstand hat, fällt bei jedem Strompuls eine Spannungs-Schwankung ab — der Inverter sieht das als „instabile Batterie" und triggert im schlimmsten Fall einen Low-Battery-Fehler, obwohl die Batterie voll ist.

Victron veröffentlicht in jedem Inverter-Manual eine offizielle Kabel-Empfehlungs-Tabelle. Diese Werte sind erkennbar konservativer als eine reine Spannungsabfall-Berechnung — bei einem MultiPlus II 48/5000 empfiehlt Victron 70 mm² für 0–5 m DC-Leitung, während die reine ΔU-Formel mit 50 mm² auskommt. Der Unterschied schützt vor DC-Ripple-Problemen. Unser Rechner nutzt die Victron-Tabelle als primäre Quelle und fällt nur auf reine Berechnung zurück, wenn das Modell nicht in der Tabelle steht.

Bei der Berechnung des Strombedarfs verwendet der Rechner Peak-Faktoren: für Lithium-Batterien ×1,3, für Blei-Batterien ×1,2, konservativ ×1,5. Diese Faktoren bilden den AC-Sinus-Effekt im DC-Strom ab. Ein MultiPlus II 48/5000 zieht im 5000-VA-Volllast-Betrieb einen Average-Strom von etwa 110 A — aber Peaks bis 165 A bei Lithium. Die Kabel muss diesen Peak ohne signifikanten Spannungseinbruch tragen können.

Phoenix vs. MultiPlus/Quattro — wann brauche ich welche Linie?

Victron bietet zwei grundsätzlich verschiedene Inverter-Familien: einerseits Inverter-Charger wie MultiPlus, MultiPlus II, Quattro und Quattro II, andererseits reine Inverter der Phoenix-Reihe. Beide wandeln Batterie-Gleichstrom in 230-V-Wechselstrom um, aber die Anwendungsbereiche und damit die Kabel-Anforderungen unterscheiden sich erheblich.

MultiPlus und Quattro enthalten zusätzlich einen Ladegerät-Teil und können daher auch Strom vom Netz oder Generator in die Batterie zurückspeisen. Sie sind ESS-tauglich (Energy Storage System), d. h. sie können in eine PV-Eigenverbrauchs-Anlage mit Einspeisung integriert werden. Die Phoenix-Reihe kann das nicht — sie ist ein reiner DC-zu-AC-Wandler ohne Charger-Funktion. Dafür ist die Phoenix-Reihe oft kompakter, leichter und günstiger.

Für den Kabelquerschnitt-Rechner bedeutet das: beide Linien haben eigene offizielle Manual-Tabellen. Die MultiPlus/Quattro-Manuals sind wegen DC-Ripple konservativ ausgelegt (kontinuierliche AC-Sinus-Charakteristik im DC-Eingang, siehe Abschnitt oben). Die Phoenix-Manuals geben Werte für unterschiedliche Längen-Klassen vor (bis 6 m bei den 1600-2000 VA-Modellen, gestaffelt 0-5 m / 5-10 m bei den 3000-5000 VA-Modellen).

Wann ist Phoenix die richtige Wahl?

Phoenix-Inverter sind ideal für Anwendungen ohne ESS-Anbindung: Wohnmobil, Boot, Berghütte, Notstrom-Backup, einfache Off-Grid-Cabin. Wer eine 12-V-Bord-Batterie hat und ein einzelnes 230-V-Gerät betreiben will (Wasserkocher, Notebook-Ladegerät, kleine Werkzeuge), greift zur Phoenix VE.Direct-Reihe (250-1200 VA). Für mittelgroße Off-Grid-Anlagen mit Batterie-Bank ohne Netz-Anschluss kommt die Phoenix Smart-Reihe (1600-5000 VA) in Frage. Sobald aber Netz-Einspeisung, Eigenverbrauchs-Optimierung oder ein Lade-Konzept gefordert ist, ist MultiPlus oder Quattro die richtige Wahl.

Phoenix VE.Direct — Werks-Kabel und externe Sicherung

Eine wichtige Besonderheit der kleineren Phoenix VE.Direct-Modelle (250-1200 VA): sie werden ab Werk mit einem fertigen Kabelsatz von 1,5 m Länge geliefert und haben einen internen DC-Sicherungs-Mechanismus. Solange Sie das mitgelieferte Kabel verwenden und die Batterie weniger als 1,5 m vom Inverter entfernt ist, brauchen Sie keine externe Sicherung. Wird das Kabel verlängert oder durch ein eigenes ersetzt, ist eine externe DC-Sicherung nahe der Batterie pflichtgemäß zu installieren — bei den Phoenix Smart-Modellen 1600-5000 VA sowieso (kein interner Fuse). Die genauen Sicherungs-Werte (z. B. 200 A bei Phoenix Smart 12/1600, 100 A bei 48/3000) liefert unser Rechner direkt aus dem Manual.

Häufige Fehler bei der Kabel-Dimensionierung

  1. Hin- und Rückweg nicht berücksichtigt. Bei DC und einphasiger AC fließt der Strom hin UND zurück durch zwei separate Leitungen. Die Spannung fällt auf beiden Wegen ab — also doppelte Länge in die Formel einsetzen. Unser Rechner macht das automatisch, aber wer mit Online-Rechnern arbeitet die nur die einfache Länge nehmen, landet bei zu kleinen Querschnitten.
  2. Strombelastbarkeit vergessen. Spannungsabfall ist nicht das einzige Limit — das Kabel muss den Strom auch ohne Überhitzung tragen können. Bei kurzen Leitungen ist die Strombelastbarkeit oft das härtere Limit. Beispiel: 4 mm² für 200 A wäre vom Spannungsabfall her bei 0,5 m noch OK, aber das Kabel würde sofort durchbrennen (Belastbarkeit ~42 A).
  3. Temperatur-Korrektur ignoriert. Solarkabel auf dem Dach werden im Sommer 60–80 °C heiß. Bei diesen Temperaturen sinkt die Strombelastbarkeit auf 60–70 % des Datenblatt-Werts. Auch der spezifische Widerstand des Kupfers steigt um 15–20 % — der Spannungsabfall ist also höher als bei 20 °C berechnet. Immer mit realer Betriebstemperatur rechnen.
  4. Victron-Empfehlungen umgehen wollen. Bei Inverter-Kabeln versuchen viele Heimwerker, die "comically large" Victron-Empfehlungen mit eigener Spannungsabfall-Rechnung zu unterbieten. Das funktioniert technisch oft — bis der Inverter bei Volllast Low-Battery-Fehler wirft. Victron ist bewusst konservativ wegen DC-Ripple. Bei Garantie-Fällen verweist Victron auf die Manual-Werte.
  5. Sicherung zu groß wählen. Eine Sicherung muss kleiner sein als die Strombelastbarkeit des Kabels, sonst schützt sie nicht. Ein 6 mm²-Kabel (54 A Belastbarkeit) mit 63-A-Sicherung würde im Fehlerfall verbrennen bevor die Sicherung auslöst. Faustregel: Sicherung ≥ Betriebsstrom und Sicherung ≤ Kabel-Belastbarkeit. Bei PV-Strängen zusätzlich gPV-Typ statt gG verwenden.

Häufige Fragen

Warum doppelte Kabel-Länge bei DC?

Bei Gleichstrom (DC) und einphasigem Wechselstrom (AC1) fließt der Strom in einer Leitung hin und in einer zweiten zurück. Der Spannungsabfall entsteht auf beiden Wegen. Wenn die einfache Strecke vom MPPT zur Batterie 3 m ist, beträgt die Gesamt-Leiterlänge im Stromkreis 6 m. Unser Rechner verdoppelt das automatisch — Sie geben nur die einfache Länge ein.

Welche Verlegeart soll ich wählen?

Bei PV-Strängen meist "freie Luft" (Dach mit guter Belüftung). Bei MPPT-Batterie- und Inverter-Verbindungen oft "Mauerkanal" oder "Schutzrohr". Bei AC-Verteilung im Haus typisch "Mauerkanal" oder "Schutzrohr". Bei Tiefgaragen-/Außen-Verlegung "Erdkabel". Bei senkrechten Steigleitungen "Steigleitung" wählen — wegen Wärmestau gibt es einen Abschlag von 25 %.

Was ist der Unterschied zwischen Voltage Drop und Strombelastbarkeit?

Voltage Drop (Spannungsabfall) ist ein wirtschaftliches Limit: zu wenig ankommende Spannung bedeutet Ertrags-Verlust. Strombelastbarkeit ist ein Sicherheits-Limit: zu hoher Strom überhitzt das Kabel und kann zu Brand führen. Unser Rechner prüft beide gleichzeitig. Der empfohlene Querschnitt ist der kleinste, der beide Limits einhält.

Warum sind Victron-Empfehlungen so groß?

Victron rechnet nicht nur den durchschnittlichen Strom, sondern auch den DC-Ripple: bei einem Inverter folgt der DC-Strom der AC-Sinuskurve mit doppelter Netzfrequenz. Die Kabel muss diese Pulse ohne Spannungs-Schwankung übertragen, sonst gibt es Low-Battery-Fehler. Die größeren Querschnitte schützen vor diesem Problem. Es ist also keine Übervorsicht, sondern technisch begründet.

Welche Sicherung passt zu welchem Querschnitt?

Standardwerte (Verlegeart "freie Luft"): 1,5 mm² → 16 A, 2,5 mm² → 25 A, 4 mm² → 32 A, 6 mm² → 40 A, 10 mm² → 63 A, 16 mm² → 80 A. Bei anderen Verlegearten reduziert sich die zulässige Sicherung entsprechend der Belastbarkeit. PV-Stränge: gPV-Solar-Sicherung statt gG. Inverter-Hauptkabel: NH-Schmelzsicherung in der Größe aus dem Victron-Manual.

Kann ich mehrere dünne Kabel parallel statt einem dicken nehmen?

Ja, ist bei großen Querschnitten oft praktisch. Victron empfiehlt z.B. bei MultiPlus II 48/8000 entweder 1×95 mm² oder 2×50 mm². Wichtig: beide parallele Adern müssen gleich lang sein (sonst ungleichmäßige Stromaufteilung), gleicher Querschnitt, gleiches Material. Anschluss an dieselbe Klemme (oder über separate Lugs an gleichem Bolzen).

Wie genau sind die Belastbarkeits-Werte?

Die Werte stammen aus DIN VDE 0298-4 und sind branchenstandard. Sie gelten für 30 °C Umgebung, 2 belastete Adern, normgerechte Verlegung. Bei Abweichungen (höhere Temperatur, mehrere Kabel zusammen, andere Verlegung) gibt es Korrekturfaktoren — unser Rechner berücksichtigt Verlegeart und Temperatur automatisch. Bei sehr speziellen Bedingungen (z.B. Häufung von 6+ Kabeln) kann eine Fachperson zusätzliche Faktoren nötig finden.

Brauche ich für jeden String eine eigene Sicherung?

Bei einem einzelnen String NEIN (es gibt keine Quelle, die Rückstrom liefern könnte). Bei drei oder mehr parallelen Strings JA — bei drei Strings könnten zwei in einen kurzgeschlossenen dritten zurückfließen und ihn überlasten. Faustregel: ab 3 parallelen Strings pro String eine gPV-Sicherung mit 1,5 × Isc. Bei zwei Strings ist es eine Auslegungs-Entscheidung — viele Profis machen es trotzdem.

Was ist der Unterschied zwischen Phoenix und MultiPlus bei der Verkabelung?

Beide haben offizielle Manual-Tabellen für die DC-Kabel zwischen Batterie und Inverter, aber die Werte unterscheiden sich. MultiPlus/Quattro sind wegen DC-Ripple etwas konservativer ausgelegt — gleiche Leistung erfordert oft einen größeren Querschnitt. Bei Phoenix Smart 48/3000 sind 35 mm² für 0-5 m ausreichend; bei MultiPlus II 48/3000 wären es ebenfalls 35 mm², aber mit anderen Sicherungs-Werten (125 A statt 100 A). Verwenden Sie immer das Manual für Ihre konkrete Linie — der Rechner macht das automatisch über den Linien-Schalter.

Brauche ich bei Phoenix VE.Direct eine externe Sicherung?

Die Phoenix VE.Direct-Modelle (250-1200 VA) haben einen internen DC-Fuse und werden mit einem 1,5 m-Werks-Kabelsatz geliefert. Wenn Sie genau dieses Kabel verwenden und die Batterie nahe am Inverter ist, brauchen Sie keine zusätzliche externe Sicherung. Sobald Sie das Kabel aber ersetzen, verlängern oder das Werks-Set nicht verwenden, ist eine externe DC-Sicherung nahe der Batterie Pflicht — der Wert ergibt sich aus dem Manual (z. B. 30 A für Phoenix 12/250, 50 A für Phoenix 12/500). Bei den größeren Phoenix Smart-Modellen 1600-5000 VA ist eine externe NH-Sicherung immer Pflicht, weil dort kein interner Fuse verbaut ist.

Verwandte Werkzeuge

Der Kabelquerschnitt-Rechner ist Teil unserer Werkzeug-Suite für Photovoltaik-Planung:

Quellen und Berechnungsgrundlagen

Die Berechnungs-Algorithmen basieren auf folgenden Quellen und Normen:

  • DIN VDE 0298-4:2013 Strombelastbarkeit von Kabeln und Leitungen
  • OVE E 8101:2019 Errichtung elektrischer Anlagen mit Nennspannungen bis 1000 V
  • DIN VDE 0100-712:2024 Solar-Photovoltaik-Stromversorgungssysteme
  • Victron Energy MultiPlus II / Quattro Manuals 2024 (Abschnitte "Kabelanschluss")

Wichtiger Hinweis: Diese Berechnung dient zur ersten Orientierung. Für die verbindliche Auslegung und Errichtung einer Photovoltaik- oder Speicheranlage ist die Begutachtung und Ausführung durch eine konzessionierte Elektrofachkraft erforderlich. Bei Victron-Inverter-Anlagen bitte zusätzlich die Original-Manuals beachten — Werte können bei neueren Modellen abweichen.

Kabelrechner PV & Victron · Querschnitt | green-future.at